ADFC Lippe Diagonalquerung Radfahrende nach Umbau Kreuzung Bielefelder Straße Detmold

ADFC Lippe - Umbau einer Hauptkreuzung mit Diagonal-Rad-Querung in Detmold © ADFC Lippe

ADFC Lippe begrüßt AGFS Beitritt von Detmold

 

Für den ADFC stellt die Aufnahme der Stadt Detmold einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Radinfrastruktur dar. Eine Expertenkommission hatte sich 2020 einen Eindruck von der aktuellen Situation für Fußgänger und Radfahrer vor Ort gemacht.

 

Die Stadt Detmold hat sich mit der AGFS-Zertifizierung die folgenden Ziele für Verwaltung und Politik gesetzt. Die Stadt liegt im Landkreis Lippe, dieser ist seit 2007 AGFS zertifiziert. Der ADFC Lippe e.V. ist ehrenamtlich im Landkreis PRO RAD aktiv und ein Bindeglied zwischen den Radfahrenden und den Verwaltungen.

Mehr Fuß- und Radverkehr: Detmold ist 91. Mitglied der AGFS NRW

Detmold ist offiziell die 91. Mitgliedskommune in der Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e. V. (AGFS NRW). Der AGFS-Vorstand Christine Fuchs überreichte am 19.11.2020 die Aufnahmeurkunde an Bürgermeister Frank Hilker unter Berücksichtigung der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen. Anwesend waren Werner Kloppmann vom ADFC-Kreisverband Lippe und der Radverkehrsbeauftragte der Stadt, Michael Forst. Der ADFC hatte mit seiner Eingabe an den Rat der Stadt 2018 die Politik aufgefordert, durch die Mitgliedschaft in der AGFS NRW den Fuß- und Radverkehr stärker zu fördern. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst unterzeichnete die Aufnahmeurkunde bereits am 27.Oktober 2020.

Für den ADFC stellt die Aufnahme der Stadt Detmold einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Radinfrastruktur dar. Eine Expertenkommission hatte sich im Juni 2020 einen Eindruck von der aktuellen Situation für Fußgänger und Radfahrer vor Ort gemacht. Schon im Vorfeld der Bereisung hatte die Stadt etliche Maßnahmen umgesetzt, die schon längere Zeit vorher beschlossen, aber bisher nicht realisiert wurden. Unter anderem das war Ziel des ADFC-Antrags gewesen! Die Experten kamen zu einer insgesamt positiven Bewertung und lobten insbesondere einige herausragende Radverkehrsführungen, unter anderem die Diagonalquerung in Heidenoldendorf und die neu eingerichteten Fahrradstraßenachsen Palaisstraße/ Freiligrathstraße.

„Arbeitsgemeinschaft bedeutet im Wortsinn natürlich vor allem: Arbeit. Und da gibt es in Detmold noch einiges zu tun, um das Zufußgehen und Radfahren attraktiver und sicherer zu machen. Mit einigen innovativen Planungsansätzen und Maßnahmen hat Detmold aber bereits ein klares Statement gesetzt, in welche Richtung sich der Verkehr zukünftig entwickeln soll. Wir unterstützen mit unserer Expertise gerne dabei“, äußerte sich Fuchs zur Aufnahme der Stadt.

Pläne für eine bessere Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur hat die Stadt bereits erarbeitet. So sollen die Hauptrouten des Radverkehrs ausgebaut werden und ein Fahrradstraßennetz entstehen. Für Fußgänger sollen zukünftig mehr Bewegungs- und Aufenthaltsräume eingerichtet werden – Lebensraum statt Parkraum. Als Teil der AGFS kann die Stadt Detmold künftig exklusive Mittel für die Förderung der Nahmobilität beantragen und profitiert von einem etablierten Netzwerk für den fachlichen Austausch sowie die gegenseitige Unterstützung bei Problemen und Planungsfragen. Darüber hinaus entwickelt die AGFS NRW regelmäßig Broschüren, Leitfäden und Kampagnen, die auf aktuelle Bedürfnisse ihrer Mitglieder abgestimmt sind. Sämtliche Materialien stehen den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den anderen AGFS-Mitgliedern. Vom fachlichen Austausch erhoffen wir uns kreative Lösungsansätze und praktische Anregungen um den Rad- und Fußverkehrsanteil zu steigern und damit auch die Lebens- und Aufenthaltsqualität in Detmold zu verbessern“, so Bürgermeister Hilker.

In sieben Jahren kommt die Expertenkommission wieder nach Detmold, um die Mitgliedschaft in der AGFS turnusmäßig zu überprüfen. Bis dahin sollten Ergebnisse der Arbeit erkennbar sein, damit die Auszeichnung „fußgänger- und fahrradfreundliche Stadt“ weiterhin bestehen bleiben kann.

Die AGFS ist eines der größten kommunalen Netzwerke und versteht sich als Vorreiter moderner Mobilitätspolitik. Aktuell arbeiten 92 Kommunen in NRW an den Zielen des Vereins. In diesem Jahr soll die Zielmarke von 100 Mitgliedern erreicht werden.

Quelle: Stadt Detmold

ADFC Lippe e.V. FG Radverkehr

 

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Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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