ADFC Tourguide Ausbildung für ADFC Mitglieder aus Lippe und Herford

ADFC Tourguide-Ausbildung für ADFC-Mitglieder aus Lippe und Herford © ADFC Kreis Lippe e.V.

ADFC Tourguide Ausbildung Lippe

ADFC-TourGuide: Qualität in der Ausbildung von Radtourenleitenden. Der ADFC KV Lippe e.V. fördert seine engagierten Mitglieder und bietet bei Interesse die Ausbildung an. Ziel ist es, das Vereinsangebotes "ehrenamtlich geführte ADFC-Radtouren" ...

... mit einem einheitlichen hohen Qualitäts- und Sicherheits-Standard anzubieten.

Der Leiter der Fachgruppe Touren Wilfried Pehle - Mitglied des erweiterten Kreisvorstandes - verfügt nach Abschluß des Ausbildungslehrgang im März 2023 jetzt über 42 zertifizierte ADFC-TourGuides im Landkreis Lippe. Der ADFC Vorstand in Lippe begrüßt das hohe ehrenamtliche Engagement seiner Mitglieder und stellt die Finanzierung der Ausbildung sicher.

Der ADFC Kreisvorstand Lippe hat in Zusammenarbeit mit dem ADFC KV Herford im März 2023 das Ausbildungswochenende organisiert. Als Ausbilder wurde gewonnen: Herr Reinhold Hesse vom ADFC KV Dortmund e.V..  Der Seminarleiter hat an einem „Train the Trainer“ Seminar der ADFC-Fachgruppe Tourenleiterausbildung teilgenommen und ist somit berechtigt, Tourenleiterseminare durchzuführen. Die Lerninhalte entsprechen der Richtlinie „Tourenleiterausbildung im ADFC“ in den Modulen G1 bis G3.


Warum lassen wir ausbilden ?

Vom ADFC e.V. - Bundesverband - wurde mit dem Beschluß im Jahr 2016 das Konzeptes G1 bis G4 erarbeitet. Die Vorgabe des Bundesverbandes ist, dass jede/r ADFC Radtouren-Leitende als ADFC-TourGuide sich bis 2024 zertifizieren lassen muss.

Die dreitägige Qualifizierung mit insgesamt 32 Stunden macht den TourGuide in Theorie und Praxis fit. Es werden die Grundlagen und Tourenplanung (Modul G1), Kommunikation und Gruppenleitung (Modul G2) sowie Recht für Tourenleiter (Modul G3) behandelt. Das Modul 4 „Erste Hilfe“ ist nachzuweisen. Liegen alle Module vor erhält der Teilnehmende das ADFC-TourGuide-Zertifikate. Nach drei Jahren sind die Inhalte mit einer eintägigen Qualifizierung - Refresh-Kurs 8 Std - aufzufrischen.

Alle in Deutschland angebotenen ADFC geführte Radtouren müssen ab 2025 zwingend von einer/m zertifizierte/n ADFC-Tourguide geleitet werden.

Der Anspruch des ADFC für die geführte Radtour ist es, dass die ADFC-Tourguides

  • die zielgruppen-orientierte Rad-Gruppen-Ausfahrt organisieren.
  • die Route und Streckenführung so sicher wie möglich plant sind.
  • die Leitung der Gruppe auf der Straße im Rahmen der StVO durchführt werden.
  • der Sicherheit als Gruppeleitung und aller Mitfahrenden zu beachtet wird.
  • der Spaßfaktor dabei nicht zu kurz kommt.

Wir sind keine Profi-Dienstleister und -Reiseleiter*innen im Sinne des Reise- bzw. Veranstaltungsrechtes !

Wir sind im Ehrenamt ohne   Übungsleiterpauschale*   tätig. Je nach individuellen Geschick des jeweiligen Leitenden kann eine kleine Reparatur mit "Bordmitteln" vor Ort (während der Tour) ermöglicht werden, dies ist aber nicht immer möglich und / oder ist keine Verpflichtung. Die ADFC-TourGuides sind ausgebildete Erst-Helfer, im gesetztlich Sinne "Betrieblicher Ersthelfer", und keine ausgebildete Sanitäter*innen.

Bei der Teilnahme an den ADFC KV Lippe e.V. geführten Radtouren gelten die folgenden Regeln - Rubrik Service - Artikel Geführte Radtouren

* Übungsleiterpauschalen sind in Sportvereinen für Trainer*innen üblich.


Bericht vom Ausbildungslehrgang März 2023

Die Teilnehmerin Frau Andrea Lemm M.A. hat für die ADFC-Lippe-Web-Redaktion folgenden Bericht verfasst:

Unter dem Motto "Fit für die Rad - Saison" !

Für den ADFC Kreis Lippe e.V. stehen 10 frisch ausgebildete TourGuides zur Verfügung.

Sie unterzogen sich am Wochenende, von Freitag, 17.03.2023, bis Sonntag, 19.03.2023, einem intensiven Training in Theorie und Praxis in Herford. Der Lehrgang wurde von den Kolleg*innen des ADFC Herford organisiert. Insgesamt beschäftigten sich 15 schon aktive TourGuides als auch Neulinge aus Herford und Lippe mit der Theorie und Praxis der Tourenleitung.

Reinhold Hesse von ADFC Dortmund e.V. und Reinhard Scholz von ADFC Bielefeld e.V. schulten die Teilnehmenden in den Grundlagen der Tourenplanung, Kommunikation und Gruppenleitung sowie dem Recht für Tourenleiter. Was am Freitag und am Samstag theoretisch vermittelt wurde, wurde am Samstagnachmittag in der Praxis umgesetzt.

Es ging mit allen Radler*innen durch die Herforder Innenstadt. Eine Herausforderung, für die, die sich in Herford nicht auskannten. Eine etwa 20 km lange Strecke war von den Trainern ausgearbeitet worden, die ihre Finessen hatte. Für den Praxisteil stand Thomas Geistmann vom ADFC Herford e.V. zur Verfügung, der die jeweilige Tourenleitung unterstützte, den richtigen Weg zu fahren. Jedoch das Entscheiden und Führen oblag aber der Tourenleitung. Ziel war es, Situationen auf der Strecke wie das Überqueren von Ampeln oder Fahren im Kreisel zu meistern als auch mit Problemlagen in der Teilnehmendengruppe wie mit dem Verlieren eines Teilnehmers oder einer plötzlichen gesundheitlichen Beeinträchtigung eines Mitfahrers umzugehen. Die Teilnehmenden konnten sich als Leitung an der Spitze als auch als letzter Mann bzw. Frau ausprobieren. Die Situationen wurden gleich auf der Strecke beleuchtet, so dass jede/r Teilnehmende positive Lernerfahrungen mitnehmen konnte.

Der Lehrgang wurde von den Ehrenamtlichen des ADFC Herford vorbildlich betreut. Das Herforder Team sorgte für eine lückenlose Verköstigung an allen drei Tagen.


Fazit der ADFC Lippe Web-Redaktion

Als Teilnehmer des Kurs kann Redakteur sagen: "Ja es hat Spaß gemacht, lebenslanges Lernen ist auch im Ehrenamt notwendig und sehr gut. Der Erfahrungsaustausch innerhalb der Gruppe mit den Ausbildern war befruchtend positiv für beide Seiten. Der Praxisteil hat jeder/m deutlich gemacht, ohne genaue Planung und Durchführung einer Tour ist der Sicherheits- und Spaßfaktor gering."

PS. Der Redakteur Manfred Wiehenkamp - Vorsitzender ADFC KV Lippe e.V. - hatte seine "erste 1/2-Tages-ADFC-Tourleitungsausbildung im Herbst 1997"  durchlaufen und führt seit dem jährlich regelmäßig ADFC-Touren in Lippe. Diese Ausbildung ist ab 2024 nicht mehr ausreichend. Ebenso sind alle ADFC-Ausbildungslehrgänge zwischen 2000 und 2016 dann nicht mehr gültig.

 

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Bildlogo ADFC TourGuide ausgebildete Tourenleitung

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15 Teilnehmer*innen vom ADFC Lippe und Herford mit 2 ADFC-Tourguide-Ausbildungstrainern

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ADFC Lippe geführte Radtour mit Info-Kurz-Pause

ADFC Lippe - geführte Radtouren mit Info-Kurzpause

Copyright: ADFC Lippe

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Kohlenradweg, Genuß-Radfahrend zur Demo

Kohlenradweg, Genuß-Radfahrend zur Demo

Copyright: ADFC Lippe e.V.

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Radfahren in der Stadt: blockierter Radweg

Radfahren in der Stadt: blockierter Radweg

Copyright: ADFC Gerhard Westrich

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https://lippe.adfc.de/artikel/adfc-tourguide-ausbildung-lippe-1

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit bundesweit mehr als 190.000 Mitgliedern, die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluß auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein. Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin Information rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest. Vorgesehen sind darin zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen. Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel, während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen. Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können. Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen. Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten?

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen. Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Was ist der Unterschied zwischen Pedelecs und E-Bikes?

    Das Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn der Fahrer in die Pedale tritt. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes.

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  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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